Schnelle Hilfe für kranke und verletzte irakische Kinder

In den letzten Jahren hat Lachen-Helfen-Vereinsmitglied Dr. Jürgen Focke bei verschiedenen Auslandseinsätzen in unterschiedlichen Funktionen immer wieder Not leidenden Menschen helfen können. Derzeit ist er im Irak als Projekt-Manager für Malteser International tätig und hat, selbst Oberstleutnant der Reserve, sehr schnell Kontakt zum dortigen CIMIC-Team vom deutschen Einsatzkontingent Irak aufgenommen.
Gemeinsam wurde in der Stadt Dohuk, circa 35 km von Erbil und etwa gleich weit von Mosul entfernt, das Kinderkrankenhaus Hevi inspiziert, das dringend der Unterstützung bedarf. Für die gesamte Governorate Dohuk mit rund 1,5 Millionen Einwohnern steht nur dieses eine Kinderhospital zur Verfügung. Es behandelt täglich rund 700 Kinder im Alter von bis zu 16 Jahren, für die jedoch nur 60 Betten zur Verfügung stehen. Außerdem verfügt das Krankenhaus nur über eine sehr kleine Intensivstation mit sechs Betten, die nicht ausreichen, da in diesem Hospital auch durch Kampfhandlungen verwundete Kinder behandelt werden. Der Anteil behandelter Flüchtlingskinder liegt bei fast 70 Prozent.
Dr. Nizar Yahya, der Klinische Direktor des Hevi-Hospitals, hatte darauf hingewiesen, dass sowohl eine Erweiterung der Intensivstation als auch deren Ausstattung mit Betten, Monitoren und einem EKG-Gerät dringlich sei. Kurzfristig stellte hierfür Lachen Helfen e.V. 35.500 Euro zur Verfügung, sodass die Übergabe des Equipments noch im September erfolgen konnte. Darüber hinaus ist geplant, noch weitere medizinische Geräte für das Kinderkrankenhaus zu finanzieren.

Abb.1.Hevi-Kinderkrankenhaus-Übergabe
Dokumentation der Übergabe im Hevi Kinderkrankenhaus: Der Klinische Direktor Dr. Nizar B. Yahya (im hellblauen Hemd) und Dr. Jürgen Focke (im dunklen Nicki; Malteser International und Lachen Helfen e.V.) halten den symbolischen Scheck hoch. Außerdem sind zwei Kinderärzte, der Field Coordinator Blind Mohammed sowie sechs Soldaten des CIMIC-Teams vom Deutschen Einsatzkontingent Irak zu erkennen.

Abb.2.Hevi-Kinderkrankenhaus-Mädchen-Mutter
Aufgrund der von Lachen Helfen e.V. finanzierten Ausstattung für die Intensivstation kann dieses kranke Mädchen im Beisein ihrer Mutter behandelt werden.

Abb.3.Hevi-Kinderkrankenhaus-Klinischer Direktor
Im Beisein von Ärzten und Vertretern von Malteser International erläutert Dr. Nizar B. Yahya dem CIMIC-Team vom Deutschen Einsatzkontingent Irak die Situation auf der Intensivstation des Hevi-Kinderkrankenhauses.

Abb.4.Hevi-Kinderkrankenhaus-Monitor
Einer der von Lachen Helfen e.V. finanzierten Monitore, der für die ständige Überwachung der kranken Kinder auf der Intensivstation des Hevi-Hospitals unerlässlich ist.