Der 2. September 2016 war ein wunderschöner Spätsommertag – wie geschaffen für unseren Festtag „20 Jahre Lachen Helfen“ in der Hildener Waldkaserne! Oberst Harald Wegener, der Kommandeur des hier beheimateten Feldjägerregiments 2, hatte eigens hierfür und für den anschließenden „Tag der offenen Tür des Standortes Hilden“ die Tore seiner Kaserne geöffnet.

2016_nachlese-20jahre_02Mit einer wundervollen Predigt beim Festgottesdienst im Freien schuf Militärgeneraldekan Matthias Heimer den idealen Auftakt zum Jubiläumstag „20 Jahre Lachen Helfen“ in der Hildener Waldkaserne (Foto. Teresa Mayerhofer). Die Predigt finden Sie hier zum Nachlesen!

Unser Vorstandsmitglied, der evangelische Militärdekan Reinhard Gorski, hatte zu Beginn des Tages zusammen mit dem Leitenden katholischen Militärdekan Rainer Schnettger einen Festgottesdienst zelebriert, bei dem der evangelische Militärgeneraldekan Matthias Heimer eine wunderbare und ergreifende Predigt hielt. Einen würdigeren und gelungeneren Auftakt hätte es nicht geben können!

2016_nachlese-20jahre_01Die Präsidentin des Landtages Nordrhein-Westfalen Carina Gödecke vor Beginn des Festgottesdienstes im Gespräch mit Brigadegeneral Peter Gorgels, Kommandeur des Landeskommandos NRW (Foto. Teresa Mayerhofer).

Bei der anschließenden Feierstunde im Saal des Triogebäudes konnte unser Vorsitzender Roderich Thien dann rund 120 geladene Gäste begrüßen, darunter zahlreich erschienene Prominenz: Carina Gödecke, die Präsidentin des Landtages Nordrhein-Westfalen, war ebenso erschienen wie der Parlamentarische Staatsekretär beim Bundesminister des Innern Dr. Günter Krings, MdB, der Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr Generalmajor Jürgen Knappe und als Festredner unserer Feierstunde MdB a.D. Winfried Nachtwei. Das Grußwort von Verteidigungsministerin von der Leyen – der Schirmherrin des Vereins – finden Sie hier.

2016_nachlese-20jahre_03Im voll besetzten Festsaal der Hildener Waldkaserne begrüßte Vereinsvorsitzender Roderich Thien zu Beginn der Feierstunde die geladenen Gäste aus Nah und Fern (Foto: Landeskommando Nordrhein-Westfalen).

Außerdem waren u.a. anwesend: in Vertretung des Inspekteurs der Marine Konteradmiral Thorsten Kähler, Chef des Stabes Marinekommando, in Vertretung des Inspekteurs Streitkräftebasis der Kommandeur des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen Brigadegeneral Peter Gorgels, Brigadegeneral Georg Klein, Abteilungsleiter IV im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, Jens Peter Nettekoven, MdL NRW, der Erste stellvertretende Landrat des Kreises Mettmann Michael Ruppert, die Bürgermeisterin der Stadt Hilden Birgit Alkenings und der Bundesvorsitzende des Bundeswehr-Sozialwerks Peter Niepenberg.

Zudem hatten auch die anderen Bundeswehr-Inspekteure hochrangige Vertreter entsandt, ebenso waren zahlreiche Entscheidungsträger aus den Bereichen Wirtschaft, Behörden, Vereinen und Brauchtum anwesend.

2016_nachlese-20jahre_04Ihre Grußworte verband Carina Gödecke, die Präsidentin des Landtages Nordrhein-Westfalen, mit dem Dank an alle Mitstreitern von Lache Helfen e.V. für die Erfolge bei der Umsetzung von Kinderhilfsprojekten in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten (Foto: Landeskommando Nordrhein-Westfalen).

Nach der Begrüßung durch Roderich Thien ergriff zunächst Landtagspräsidentin Carina Gödecke das Wort, überbrachte die Grüße und guten Wünsche des Landtags Nordrhein-Westfalen, skizzierte die wesentlichen Stationen der Vereinsentwicklung von Lachen Helfen e.V., würdigte die Bundeswehr als Friedensarmee, die sich mit großem Erfolg auf immer neue Herausforderungen und veränderte Sicherheitslagen eingestellt habe und wünschte unserem Verein „weiterhin Tatkraft und Ideen, die zum Erfolg führen – und als Gegenleistung das Lächeln und Lachen der Kinder, das alle Mühen vergessen lässt.“ Abschließend zitierte Präsidentin Gödecke ein altes Sprichwort: „Das herzlichste Danke strahlt aus den Kinderaugen. Es ist der ehrlichste Dank.“

2016_nachlese-20jahre_05Dr. Günter Krings, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, ermutigte unseren Verein, mit seinem Engagement für Kinder in Not in den Einsatzgebieten der Soldaten und Polizisten nicht nachzulassen (Foto: Landeskommando Nordrhein-Westfalen).

Im Anschluss daran thematisierte der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Günter Krings (BMI), MdB, die Bedeutung des sogenannten vernetzten Ansatzes, „die Verknüpfung ziviler, militärischer und polizeilicher Instrumente zur Krisenprävention und Krisenbekämpfung“ und ergänzte: „Lachen Helfen lebt diesen Ansatz vor, Tag für Tag und überall dort, wo Hilfe am Nötigsten ist“. Am Ende lenkte er den Blick auf die Zukunft: „Ich möchte Sie – auch im Namen von Herrn Minister Dr. de Maizière – ausdrücklich ermutigen, in Ihren Anstrengungen nicht nachzulassen, denn Sie geben den Kindern in Kriegs- und Krisengebieten das, was sie am nötigsten brauchen: Zuversicht und eine bessere Zukunft.“

2016_nachlese-20jahre_06Generalmajor Jürgen Knappe, Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, zeigte den Zusammenhang zwischen den Einsätzen „vor Ort“ in Krisenregionen und der notwendigen Maßnahmen im deutschen Bundesgebiet auf (Foto: Landeskommando Nordrhein-Westfalen).

Anstelle von Generalleutnant Eberhard Zorn, Leiter der Abteilung „Führung Streitkräfte“ im BMVg, ergriff Generalmajor Jürgen Knappe, der auch Mitglied des Vorstands von Lachen Helfen e.V. ist, für die Soldaten das Wort. Er stellte den Zusammenhang her zwischen der Arbeit unseres Vereins mit den humanitären Hilfsprojekten „vor Ort“ in den Einsatzländern der Streitkräfte sowie der Polizisten und den vielfältigen Aufgaben der Soldaten und zivilen Mitarbeiter des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr im Inland.

2016_nachlese-20jahre_07Mit bewegenden Worten schilderte Festredner Winfried Nachtwei, MdB a.D. und Vorstandsmitglied von Lachen Helfen e.V., die Entwicklung der humanitären Hilfe des Vereins in den zurückliegenden 20 Jahren in unterschiedlichen Kriegs- und Krisengebieten (Foto: Landeskommando Nordrhein-Westfalen). Die Festrede finden Sie hier zum Nachlesen.

Danach trat der Festredner der Feierstunde, unser langjähriges Vorstandsmitglied Winfried Nachtwei, MdB a.D., Mitglied im Beirat Innere Führung für die Bundesministerin der Verteidigung und Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, ans Rednerpult. Zunächst verlieh er seiner Freude Ausdruck, dass er im Festsaal viele Soldaten und Polizisten begrüßen könne, die er in zahlreichen Auslandseinsätzen kennen- und hoch schätzen gelernt habe, heute zumeist Vereinsrepräsentanten von Lachen Helfen e.V. an verschiedenen Standorten in ganz Deutschland. Winfried Nachtwei fuhr fort: „Zu Ihnen spreche ich als jemand, der an 70 Mandatsentscheidungen beteiligt war und damit Mitverantwortung für die deutschen Auslandseinsätze trug – und bis heute trägt.“

In bewegenden Worten schilderte er dann, wie angesichts der maßlosen Zerstörungen im ehemaligen Jugoslawien, in Mostar, Sarajewo und auf dem Land unausweichlich die Erkenntnis reifte: „Es gibt Situationen, wo zum Schutz vor Massengewalt der Einsatz militärischer Gewalt notwendig, legitim und legal sein kann.“ Bei seinen häufigen Besuchen in Afghanistan konnte Nachtwei sich nicht nur davon überzeugen, dass die Soldatinnen und Soldaten „ihren Auftrag von Kriegsverhütung, Stabilisierung, Aufbauabsicherung ernst nahmen“, sondern sich darüber hinaus freiwillig engagierten „für die Schwächsten, die Kinder, für ihre Zukunft, also vor allem die Bildung“. In den 20 Jahren habe Lachen Helfen e.V. etwas Seltenes geschafft: „Es hat den üblichen und dominierenden Bad-News-Mechanismus durchbrochen, gute Arbeiten und Leistungen so bekannt gemacht wie kaum jemand sonst.“ Dabei wurden die großen Probleme der Gegenwart nicht ausgeklammert: „Gegenüber diesem Gebirge an Herausforderungen könnte man mutlos werden. Umso wichtiger ist der Blick auf die einzelnen Schritte und Aktionen, die Lachen helfen, die zugleich auch Mut machen und Zuversicht geben“.

2016_nachlese-20jahre_08Umrahmt wurden die Wortbeiträge während der Feierstunde durch hervorragend ausgesuchte und exzellent vorgetragene Musikstücke des Kammerensembles des Heeresmusikkorps Koblenz (Foto: Teresa Mayerhofer).

Verbunden wurden die einzelnen Wortbeiträge durch hervorragend ausgesuchte und exzellent gespielte Musikstücke des Kammerensembles des Heeresmusikkorps Koblenz und durch die humorvolle sowie kenntnisreiche Moderation von Dr. Frank Meetz (TalentKolleg Ruhr). Abschließend überreichte Oberst a.D. Ulrich Prill, der Vorsitzende des Freundeskreises Bundeswehr der Waldkaserne Hilden, Roderich Thien noch einen Briefumschlag mit Bargeld – ein „Geburtstagsgeschenk“, das für die Anschaffung eines Schulzeltes in Gao (Mali) verwendet wird.

Nach der Feierstunde fanden sich dann alle Gäste zu einem Empfang in den Nebenräumen des Festsaales und bei dem herrlichen Wetter natürlich auch im Freien auf der Terrasse des Triogebäudes ein. Dem Gedankenaustausch sowohl über die zurückliegenden Jahre als auch über die zukünftigen Aufgaben unseres Vereins schloss sich dann unmittelbar der „Tag der offenen Tür des Standortes Hilden“ an, weshalb Oberst Harald Wegener, zugleich Kommandeur des Feldjägerregiments 2 und Standortältester, mittlerweile die Kasernentore für die Bevölkerung hatte öffnen lassen.

Auch am Nachmittag hielt sich das wunderbare Spätsommerwetter und so konnten der „Hausherr“ Oberst Harald Wegener, Hildens Bürgermeisterin Birgit Alkenings und Lachen-Helfen-Vorsitzender Roderich Thien die großen und kleinen Besucher begrüßen, die anschließend die allesamt im Freien angebotenen Attraktionen und Aktivitäten genießen konnten. Im Kerngebiet der Kaserne waren auf der grünen Wiese eine große Bühne für musikalische Darbietungen, eine Hüpfburg, eine Kistenrutschbahn für kleine Kinder, eine Schminkstation, Stationen für die Speisen- und Getränkeversorgung und zahlreiche Informationsstände aufgestellt worden.

2016_nachlese-20jahre_13Typische Einsatzszenarien der Feldjäger präsentierten zu unterschiedlichen Zeiten am Nachmittag beim „Tag der offenen Tür“ Soldatinnen und Soldaten des in Hilden beheimateten Feldjägerregiment 2. (Foto: Feldjägerregiment 2).

In anderen Bereichen der Kaserne erhielten die Besucher Einblicke in verschiedene Teilbereiche der Tätigkeiten der Feldjäger im In- und Ausland. Eine große Anzahl von Dienstfahrzeugen konnte besichtigt werden und zu vorher angegebenen Zeiten wurden an verschiedenen Stationen dynamische Vorführungen präsentiert wie „Tatortermittler stellen sich vor“, „Der Zugriffssoldat“, „Die Präzisionsschützen“, „Eine Musterstube“, „Waffenlose Selbstverteidigung“, „Personenschutz“ und – besonders attraktiv – „Diensthunde der Feldjäger“.

2016_nachlese-20jahre_10Den Lachen-Helfen-Stand betrieben beim „Tag der offenen Tür“ u.a. vier besonders aktive Vereinsrepräsentanten: Hauptkommissar Lothar Riemer aus München, Oberstleutnant d.R. Marc Ellinger (Hochschwarzwald), Winfried Grotthaus (Hannover) und Hauptstadtkoordinator Hauptfeldwebel d.R. Uwe Christiansen aus Berlin (Foto: Feldjägerregiment 2).

Im Kerngebiet der Veranstaltung befand sich auch der Informations- und Spendenstand von Lachen Helfen e.V., der im Wechsel von den Mitgliedern unserer Bundesgeschäftsstelle und den zahlreich aus verschiedenen Regionen Deutschlands erschienenen Standort- und Vereinsrepräsentanten betrieben wurde. Wie so häufig war auch an diesem Tag das Glücksrad für Groß und Klein die besondere Attraktion. Auf diese Art und Weise kamen mehr als 1100 Euro in die Sammeldosen unseres Vereins. Gleichzeitig konnten sich die interessierten Besucher über die aktuellen Hilfsprojekte von Lachen Helfen e.V. im Irak, Mali und im Südsudan informieren.

2016_nachlese-20jahre_11Mit zahlreichen Highlights der Unterhaltungsmusik – wie immer mit hoher Musikalität und perfekter Präzision vorgetragen – begeisterte das Bundespolizeiorchester Hannover die anwesenden Zuhörer (Foto: Teresa Mayerhofer).

2016_nachlese-20jahre_12Auch die Einsatzband DETONATORS & Friends („Rocken für Lachen Helfen“) sorgte mal mit fetziger Rockmusik, mal mit Kuschel-Songs für eine exzellente Stimmung beim anwesenden Publikum (Foto: Roderich Thien).

Auf der großen Bühne wurde von 14:00 bis 19:00 Uhr ein attraktives Musikprogramm geboten. Matthias Höfert, Chef des zunächst aufspielenden exzellenten Bundespolizeiorchesters aus Hannover, hatte ein Programm mit schmissigen Melodien ausgesucht, das seine Musiker mit gewohnter Präzision und wunderbarer Musikalität präsentierten. Danach begeisterte die Düsseldorfer Mundartband Rhingjold, die eigens zu diesem Anlass einen Lachen-Helfen-Song komponiert hatten, die Zuhörer. Und zum Abschluss rockte „unsere“ Einsatzband „DETONATORS & Friends“ („Rocken für Lachen Helfen“) mit fetzigen und „kuscheligen“ Songs die bis zum Ende ausharrenden Musikfreunde. Durchaus positiv, dass viele Besucher gerne noch länger geblieben wären!

So wird dieser Tag für alle Freunde von Lachen Helfen e.V. und die zahlreichen Besucher der Doppelveranstaltung sicherlich noch lange in allerbester Erinnerung bleiben!

2016_nachlese-20jahre_09Vier der Hauptakteure der Feierstunde kamen am Ende des Empfangs noch einmal zusammen (von links nach rechts): Festredner Winfried Nachtwei, Lachen-Helfen-Vorsitzender Roderich Thien, Militärgeneraldekan Matthias Heimer (Predigt) sowie Generalmajor Jürgen Knappe, Kommandeur Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr (Foto: Teresa Mayerhofer).

2016_nachlese-20jahre_14
Südafrikanische Clowns, die einer Einladung des Düsseldorfer Clown-Ausbilders Wolfgang Neuhausen (NEMO) nach Deutschland gefolgt waren, brachten die Gäste in der Hildener Waldkaserne mit köstlichen Szenen immer wieder zum Lachen (Foto: Roderich Thien).

2016_nachlese-20jahre_15Am Ende der Veranstaltung zeigten sich Hildens Bürgermeisterin Birgit Alkenings und Kommandeur Oberst Harald Wegener – und nicht nur sie – rundum zufrieden mit dem Ablauf des kombinierten Festtages von Lachen Helfen e.V. und dem Standort Hilden (Foto: Teresa Mayerhofer).